Presse
RegioTV Rostock vom 27. August 2026
NDR Info vom 02. September 2026
Ostseezeitung vom 26. August 2026 (online) und 27. August 2026 (Print)
Nordkurier vom 12. August 2026 (online) und NNN vom 15. August 2026 (Print)
RegioTV Rostock vom 07. April 2026
Ostseezeitung vom 20. März 2026 (online) und 23. März 2026 (Print)
Nordkurier vom 09. März 2026 (online) und NNN vom 12. März 2026 (Print)
RegioTV Rostock
RegioTV vom 27. August 2026
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Grüne Premiere: Jetzt wird gekifft
Wer am Dienstag in der Carl-Hopp-Straße unterwegs war, konnte sich über eine ungewöhnliche Vereinsfeier wundern. Beim Piff Paff Cannabis Club wurde erstmals Cannabis an Mitglieder ausgegeben. Was hinter der Premiere steckt und wie die erste Ausgabe ablief – wir waren vor Ort.
Ostseezeitung
Ostseezeitung vom 26. August 2026 (online) und 27. August 2026 (Print)
Autor: Tom Jakob Grafe
Fotograf: Ove Arscholl
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6 bis 12 Euro pro Gramm: Rostocker Cannabis-Club verkauft seine erste Ernte
„Es begann mit einer Schnapsidee“
Nach monatelangem Warten gibt der Piff Paff Club in Rostock erstmals Cannabis aus eigener Ernte aus. Dafür gelten strenge Regeln. Einer der ersten Kunden will gleich einen Großteil seines Kontingents ausschöpfen.
Rostock. Monatelang haben die Mitglieder darauf gewartet, nun konnten sie erstmals Cannabis aus dem eigenen Vereinsanbau mit nach Hause nehmen. Am 25. August hat der Piff Paff Club in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) seine erste Ernte an Mitglieder ausgegeben. Vier verschiedene Sorten Cannabis stehen zum Start zur Auswahl.
„Ich habe jetzt schon Monate auf die Ausgabe gewartet und bin froh, dass es jetzt losgeht“, sagt Mitglied Alex Schmidt. Der 42-Jährige aus Stavenhagen konsumiert bereits seit einiger Zeit Cannabis und will bei der ersten Ausgabe gleich 25 Gramm mitnehmen.

Quelle: Ove Arscholl
Ernte war erfolgreich
Hinter den Blüten liegen mehrere Monate Arbeit: Im April setzte der Verein seine Pflanzen ein, Anfang Juli wurde für knapp eine Woche geerntet. Wie groß die Ausbeute genau ausgefallen ist, möchte Vereinsvorsitzender Marius Birk nicht verraten. Nur so viel: „Wir haben mehrere Kilogramm geerntet.“
Mit dem Ergebnis ist Birk aber zufrieden. „Immerhin ist es unsere erste Ernte, dafür finde ich, haben wir sehr gut abgeschnitten.“ Die vier angebotenen Sorten unterscheiden sich unter anderem im Verhältnis von THC (berauschender Wirkstoff) und CBD (nicht berauschender Cannabis-Bestandteil) sowie in ihrem Terpenprofil, das Geruch und Geschmack mitbestimmt.
Auf diese Unterschiede ist auch Mitglied Alex Schmidt gespannt: „Ich will alle Sorten mal testen. Ich denke, die Blüten haben eine gute Qualität“, sagt er nach einem ersten Geruchstest. Noch am Abend wolle er das Cannabis probieren. Er konsumiere vor allem zur Entspannung: „Ich kann relaxen beim Rauchen, da kann ich mal abschalten.“
Immerhin ist es unsere erste Ernte, dafür finde ich, haben wir sehr gut abgeschnitten.
Marius Birk, Vorsitzender der Piff Paff Cannabis Club e.V.
Sechs bis zwölf Euro pro Gramm Cannabis
Für ein Gramm zahlen die Mitglieder derzeit je nach Sorte zwischen sechs und zwölf Euro. Hinzu kommt ein monatlicher Vereinsbeitrag von zehn Euro. Dabei soll es nach Birks Vorstellungen nicht dauerhaft bleiben. „Wir wollen versuchen, dass wir die Produkte über die kommenden Monate und Jahre immer günstiger anbieten können für unsere Mitglieder“, sagt der Vorsitzende.


Bei der Abgabe muss sich der Club an gesetzliche Höchstmengen halten. Erwachsene Mitglieder ab 21 Jahren dürfen höchstens 25 Gramm pro Tag und maximal 50 Gramm pro Monat erhalten. Für Mitglieder zwischen 18 und 20 Jahren gilt eine Monatsgrenze von 30 Gramm. Wer als über 21-Jähriger an einem Tag 25 Gramm mitnimmt, hat damit also bereits die Hälfte seines Monatskontingents ausgeschöpft.
Verein hat über 60 Mitglieder
Die Idee für den Club sei Birk und einigen Freunden bei einem Abend in einer Bar gekommen. „Es war eigentlich nur eine Schnapsidee, doch jetzt sind wir hier gelandet“, erzählt er.
Mittlerweile zählt der Piff Paff Club über 60 Mitglieder. Hinter dem Werftdreieck verfügt der Verein über rund 350 Quadratmeter Fläche, von der ein Teil für den Anbau genutzt wird.
Cannabiskonsum macht abhängig
Dass Cannabis inzwischen legal über Anbauvereinigungen bezogen werden kann, macht den Konsum aus Sicht von Suchtexperten jedoch nicht harmlos: Cannabis spiele seit Jahren eine immer größere Rolle – bundesweit ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern, sagt Andreas Vichel, Leiter der Suchtberatungsstelle der Volkssolidarität Rostock. Auch in seiner Beratungsstelle sei problematischer Konsum regelmäßig Thema.
Besonders gefährdet seien junge Menschen. Je früher sie mit dem Konsum beginnen, desto schneller könne sich das Gehirn daran gewöhnen und eine Abhängigkeit entstehen. Hinzu kommen mögliche psychische Folgen. „Der Konsum fördert Depressionen und Angstgefühle“, sagt Vichel. Auch psychotische Zustände oder starke Angstzustände könnten auftreten. Entsprechende Fälle habe die Rostocker Suchtberatung bereits erlebt. „Der Konsum von Substanzen wie Cannabis sollte immer mit Bedacht durchgeführt werden.“
NNN und NordKurier
Nordkurier vom 12. August 2026 (online) und NNN vom 15. August 2026 (Print)
Autor: Jens Griesbach
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Erste Ernte im Cannabis-Club: Mitglieder werden jetzt mit echter Bioqualität versorgt
Der Piff Paff Cannabis Club Rostock feiert seine erste Bio-Cannabis-Ernte und plant den nachhaltigen Ausbau mit Solaranlage und mehr Sorten.

Im April hatten Marius Birk und seine Mitstreiter die ersten Pflanzen in die Blumenerde gebracht. Jetzt hat der Piff Paff Cannabis Club Rostock seine erste Ernte eingefahren – und auch bereits verarbeitet. „Ich bin begeistert von der Qualität und dem Geschmack“, sagt der Clubvorsitzende Birk. „Wir waren alle sehr nervös, schließlich haben wir noch nie Cannabis in diesem Maßstab angebaut. Um so glücklicher bin ich, dass die erste Ernte so gut funktioniert hat.“ Am 25. August ab 16 Uhr wird das Cannabis erstmals an Vereinsmitglieder abgegeben. Weitere Interessenten sind zur Eröffnungsveranstaltung mit Musik und Verpflegung in der Carl-Hopp-Straße 17 willkommen.
Erstmals Bio-Cannabis für die Rostocker
In einer alten, zirka 350 Quadratmeter großen Industriehalle in der Carl-Hopp-Straße am Rande der Kröpeliner-Tor-Vorstadt hat der Club seine Ausgabestelle mit Vereinslokal eingerichtet. Hier wird das Cannabis auch in acht Gewächshäuschen unter ganz speziellen Bedingungen angebaut. Die Pflanzen müssen ständig belüftet und beleuchtet werden. „Zudem wollten wir von Anfang an das erste Bio-Cannabis in Rostock anbauen“, unterstreicht Birk. „Sowohl die Blumenerde als auch alle natürlichen Zusätze sind Öko-zertifiziert. Ansonsten kommt nur noch Wasser in die Beete.“ Der Verein setzt konsequent auf ökologischen und nachhaltigen Anbau, also auf Bio-Qualität beim Züchten der Cannabis-Pflanzen.
Der Piff Paff Cannabis Club ist nach dem im vergangenen Jahr gegründeten Green Generation der zweite Cannabisverein in der Hansestadt. Seit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland vor zwei Jahren dürfen solche Vereine eine Anbaugenehmigung für Cannabis beantragen und das Rauschmittel legal und kontrolliert an Mitglieder abgeben. Der Weg dorthin war jedoch steinig. „Von der Vereinsgründung bis zur Anbaugenehmigung hat es fast zwei Jahre gedauert. Wir sind oft verzweifelt“, sagt Marius Birk. „Dennoch haben wir an unserem Ziel festgehalten, einen unabhängigen Cannabis-Club aufzubauen.“


Das Durchhaltevermögen habe sich gelohnt. „Jetzt freuen wir uns, die Möglichkeit zu haben, Cannabis im großen und legalen Rahmen anbauen zu können – sowohl als Club für unsere Mitglieder, als auch für uns selbst“, sagt Marius Birk. Aktuell zählt der Verein 70 Mitglieder. „Vom Handwerker bis zum Wissenschaftler ist alles vertreten. Das jüngste Mitglied ist 21 Jahre, das älteste Mitglied bereits 84 Jahre alt“, sagt Birk. Ziel sei es, die Mitgliederzahl kontinuierlich zu steigern. „Umso mehr Mitglieder wir haben, umso günstiger können wir das Cannabis anbauen und an unsere Mitglieder abgeben“, so der Vorsitzende. Insgesamt darf der Verein jedoch nicht mehr als 500 Mitglieder haben.
Mit denen in der Carl-Hopp-Straße vorhandenden Kapazitäten könne der Cannabis-Club die Produktion für 300 bis 400 Mitglieder schnell ausbauen, so Birk weiter. An jedes Mitglied dürfen monatlich bis zu 50 Gramm Cannabis abgegeben werden. Im allerersten Durchgang hat der Piff Paff Cannabis Club vier verschiedene Sorten angebaut: Apple Fritter, Blue Sushi, Dantes Inferno und Colorado Nightshifters. Schon im nächsten Durchgang sind sechs Sorten geplant. „Wir freuen uns schon auf die zweite Ernte im November“, sagt Marius Birk und denkt bereits über weitere Schritte nach: „Wir wollen demnächst eine Solaranlage aufs Dach bauen, um unsere Stromkosten zu senken.“
RegioTV Rostock
RegioTV vom 07. April 2026
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Legaler Anbau: Rostocker Cannabisclub nimmt Fahrt auf
Cannabis anbauen – lange war das nur im Verborgenen möglich. Seit der Teillegalisierung geht das jetzt auch ganz offiziell. In Rostock nutzt ein Cannabisclub genau diese Chance und startet mit dem eigenen Anbau. Wir waren beim Start dabei und und haben den ersten Schritt begleitet.
Ostseezeitung
Ostseezeitung vom 20. März 2026 (online) und 23. März 2026 (Print)
Autorin: Julia Czerwonatis
Fotograf: Dietmar Lilienthal
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„Piff Paff Cannabis“: Neuer Social Club baut mitten in Rostock legal Bio-Gras an
In Rostock startet der Cannabis-Club „Piff Paff Cannabis“ mit dem legalen Anbau von Hanfpflanzen in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Der Verein setzt auf ökologischen Anbau und will den Schwarzmarkt bekämpfen. Damit ist der Club in MV nicht allein.
Rostock hat einen neuen Cannabis Club und beginnt derzeit in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit dem Anbau. Im Februar hat „Piff Paff Cannabis“ eine Anbaugenehmigung erhalten, wie das Umweltministerium MV bestätigt. Damit ist der Verein die zweite Anbauvereinigung in Rostock und die sechste in MV.
Für die Gründungsmitglieder war der Weg dahin ein Marathon, wie Vereinsvorstand Marius Birk beschreibt. „Wir sind erleichtert und stolz, dass der Verein nun endlich Planungssicherheit hat.“

Club mietet Halle hinter dem Werftdreieck
Die Suche nach einer geeigneten Immobilie hat etwa ein Jahr lang gedauert. Viele Vermieter seien vom Cannabis abgeschreckt, erzählt Birk. Seit August 2025 hat der Verein eine Halle in der Carl-Hopp-Straße, nordwestlich vom Werftdreieck. Für Schatzmeister Andreas Beckmann eine ideale Lage: „Es ist nah an der Stadt, gleichzeitig ist es aber auch unwahrscheinlich, dass hier ein Spielplatz oder eine Schule hinkommen.“
Die Gründungsmitglieder haben die große Halle in ihrer Freizeit saniert. Momentan wird die Ausstattung geliefert: Zelte, Licht, Erde, Hochbeete – und dann bald die ersten Stecklinge.
Wir möchten zeigen, dass ein gesetzeskonformer nichtkommerzieller Anbau funktioniert.
Marius Birk, Vorstand bei „Piff Paff Cannabis“
Bio-Erde für Cannabis
Das Besondere: Der Verein legt Wert auf ökologischen Anbau. Das heißt, die Cannabispflanzen wachsen auf echter Erde mit natürlichen Mikroorganismen, nicht auf Einweg-Substraten. Die Pflanzen enthalten somit keine Düngemittelrückstände und besitzen eine höhere Resistenz gegenüber Schädlingen.


„Wir möchten zeigen, dass ein gesetzeskonformer, nicht kommerzieller Anbau funktioniert und dieser seinen Beitrag zu Aufklärung und Enttabuisierung leisten kann“, erklärt Birk die Motivation hinter Piff Paff Cannabis.
Verein stellt sich gegen Schwarzmarkt
Für Birks Stellvertreter, Stefan Audersch, geht es nicht darum, Gras für sich zu haben. „Immerhin kann man drei Pflanzen legal privat haben und ist damit abgedeckt.“ Vielmehr wolle er gegen den Schwarzmarkt angehen.
Denn, so ergänzt Schatzmeister Andreas Beckmann, beim eigenen Anbau wisse man genau, was man konsumiert. Schwarzmarktprodukte können leicht gestreckt oder mit synthetischen Zusätzen verändert werden.
Mitgliederzahlen in MV steigen
Neben „Piff Paff Cannabis“ baut der Verein „Green Generation“ in Rostock an. Laut Umweltministerium gibt es außerdem einen Verein in Wismar, einen in Anklam und zwei in Greifswald, die alle bereits anbauen. „Sie konnten teilweise bereits mehrmalige Ernten erzielen, die an ihre Mitglieder weitergegeben wurden“, sagt Ministeriumssprecher Claus Tantzen.
Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (Lallf MV) kontrolliere regelmäßig – meist ohne Auffälligkeiten. „Die Anbauvereinigungen verzeichnen wachsende Mitgliederzahlen, sodass die Nachfrage auch nach fast zwei Jahren weiterhin besteht“, sagt Tantzen. Im Schnitt sind es zwischen 150 und 250 aktive Mitglieder von maximal 500 erlaubten.
Kosten für Anbau und Mitgliedschaft
Neben den genehmigten Social Clubs hat das Lallf auch einen Antrag abgelehnt, vier haben zurückgezogen, drei werden noch bearbeitet. Nur Bremen und das Saarland haben seit der Legalisierung weniger Anträge verzeichnet als MV.
Mit der Genehmigung will „Piff Paff Cannabis“ nun auch für Mitglieder werben: „Wir haben uns bewusst entschieden, erst neue Mitglieder aufzunehmen, nachdem wir die Genehmigung erhalten haben“, sagt Birk.
Die Aufnahme kostet einmalig 100 Euro, für Studenten, Rentner und Arbeitslose 50 Euro. Hinzu kommen monatlich 10 Euro Mitgliedsbeitrag. Wie viel das Gras kostet, hängt am Ende von der Sorte und der Qualität ab.
Als Anbauvereinigung darf „Pfiff Paff Cannabis“ keinen Profit machen. Dabei haben die Gründungsmitglieder bislang einen fünfstelligen Betrag in Hallenumbau und Ausrüstung gesteckt.
NNN und NordKurier
Nordkurier vom 09. März 2026 (online) und NNN vom 12. März 2026 (Print)
Autor: Jens Griesbach
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Piff Paff Cannabis Club startet Anbau
Das beste Cannabis für alle in MV: Rostocker begeben sich auf grüne Mission
Der Piff Paff Cannabis Club Rostock zeigt, wie kontrollierter Anbau jenseits des Schwarzmarkts funktionieren kann. Wie die Rostocker jetzt voll durchstarten wollen.


Marius Birk und seine Mitstreiter haben einen Langstreckenlauf durch den Bürokratie-Dschungel hinter sich. „Das hatten wir uns deutlich einfacher vorgestellt“, sagt der 34-Jährige. Doch die Gründung des Piff Paff Cannabis Clubs Rostock war alles andere als einfach. Mehr als ein Jahr habe das Genehmigungsverfahren gedauert und unendlich viel Geduld und Durchhaltevermögen gefordert. Umso glücklicher sind die mittlerweile 20 Vereinsmitglieder darüber, dass die Genehmigung für den Anbau und die Abgabe von Cannabis jetzt endlich vorliegt. „Es war ein Marathon. Aber wir wussten, dass wir für etwas Wichtiges kämpfen“, sagt der Vereinsvorsitzende.
Verein setzt auf Aufklärung und Enttabuisierung
„Wir sind erleichtert und stolz, dass wir nun endlich Planungssicherheit haben“, ergänzt Andreas Beckmann, Schatzmeister des Vereins. Der Piff Paff Cannabis Club ist nach dem im vergangenen Jahr gegründeten Green Generation der zweite Cannabisverein in der Hansestadt. Seit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland vor zwei Jahren dürfen solche Vereine eine Anbaugenehmigung für Cannabis beantragen und das Rauschmittel legal und kontrolliert an Vereinsmitglieder abgeben. „Wir möchten zeigen, dass ein regulierter, nicht‐kommerzieller Anbau funktioniert, einen echten Mehrwert für Konsumenten bietet und einen Beitrag zu Gesundheitsschutz, Aufklärung und Enttabuisierung leisten kann“, so der 53-jährige Beckmann, der promovierter Chemiker ist.
Wir wollen den Menschen den Zugang zu dem bestmöglichen Cannabis ermöglichen – und uns selbst natürlich auch.
Dr. Andreas Beckmann, Piff Paff Cannabis Club Rostock
Statt sich auf dem Schwarzmarkt Cannabis aus unbekannter Herkunft und von fraglicher Qualität zu beschaffen, gehe es dem Verein darum, „mit unseren Mitgliedern hochwertiges Cannabis hier in Rostock anzubauen“. Beckmann bringt die Zielsetzung des Piff Paff Cannabis Clubs auf den Punkt: „Wir wollen den Menschen den Zugang zu dem bestmöglichen Cannabis ermöglichen – und uns selbst natürlich auch“, sagt er und ergänzt: „Wir wollen das beste Cannabis in ganz MV anbieten.“ Dafür setzt der Verein auf ökologischen und nachhaltigen Anbau, also auf Bio-Qualität beim Züchten der Cannabis-Pflanzen.
Mit der Genehmigung in der Tasche startet der Piff Paff Club jetzt so richtig durch. In der Carl-Hopp-Straße in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wurde eine 350 Quadratmeter große Halle für die zukünftige Cannabis-Plantage angemietet. Hier wird ab sofort auch das Vereinsheim eingerichtet. „Der Cannabis-Anbau beginnt in dieser Woche. Mit der ersten Ernte rechnen wir im Juli/August“, sagt Marius Birk. Unzählige Säcke Blumenerde sowie mehrere Gewächshäuser liegen beziehungsweise stehen schon bereit. Nächstes Etappenziel ist es, zunächst bis zu 200 Mitglieder zu werben. An jedes Mitglied können monatlich bis zu 50 Gramm Cannabis abgegeben werden. Insgesamt darf der Verein nicht mehr als 500 Mitglieder haben.