Stell dir vor es ist das Jahr 2019 und jemand erzählt dir, dass er mit staatlicher Genehmigung Cannabis anbaut und in seinem Cannabisverein abgibt. Ja, ist klar. Umdrehen, weg vom Tresen und zurück auf den Floor. Als ob im Land der Regulierung so etwas möglich wäre.
Manchmal ändert sich dann doch irgendwas im deutschen Rechtsstaat. Ohne in die Details gehen zu wollen: Seit dem Sommer 2024 dürfen Cannabisclubs in Deutschland eine Genehmigung für den gemeinschaftlichen Anbau beantragen, drei Monate nach der mit vielen Auflagen verbundenen Entkriminalisierung von Cannabis in Deutschland am 1. April. Ich weiß noch genau, wie ich Mitte April mit zwei frischen Stecklingen in der Hand in der Rostocker Straßenbahn fuhr. Einmalige Blicke garantiert.
Jetzt mal ehrlich, wie bekommt man eine Genehmigung und was muss man dafür leisten? Vereinsgründungen, Baumaßnahmen, beschauliche Immobilientouren durch das Mecklenburger Land: Alles schön und gut, aber ohne Genehmigung für den Anbau und die Abgabe auch irgendwie nicht der Grund für diesen Aufwand. Wir wollen anbauen! Also den Antrag ausfüllen und dann geht es los!
Tja, wo wir beim Thema sind…
