Die Vereinsanmeldung klang ursprünglich nach dem einfachsten Schritt auf dem Weg zu unserem Cannabisclub. Schließlich ist Deutschland mit über 600.000 Vereinen und 50 Millionen Vereinsmitgliedern der Nabel des Vereinswesens. Fast Jeder ist oder war irgendwo Vereinsmitglied und viele haben auch schon irgendwann mal einen Verein gegründet. Der allgemeine Tenor war, dass das in zwei Wochen durch ist. Als frisch formierter e.V. könnten wir dann sofort das Genehmigungsverfahren für den Cannabisanbau einreichen, keine Frage.

Nach dem obligatorischen Notarbesuch und der Sichtung unserer Unterlagen konnten wir also am 6. Oktober den Antrag zur Vereinsanmeldung beim Amtsgericht einreichen. Aber da war ja diese Sache mit der Realität: Lediglich zwei Rechtspfleger waren für das gesamte Vereinswesen Rostocks und des Landkreises zuständig. Hinzu kommt noch ein Vereinsrecht, welches es eigentlich nur ausgebildeten Juristen ermöglicht, einen Verein direkt und rechtswirksam anzumelden. Es wurden zwei sehr, sehr lange Wochen.

Fast sechs Monate und viele Telefongespräche später ist es passiert. Wir sind seit dem 27. März offiziell ein Verein. Und das ist die Grundlage für alles Andere. Erst jetzt waren wir die eine juristische Entität, welche Verträge mit Vermietern, Webhostern und Bauunternehmen abschließen konnte. Auch das Vereinskonto hing an dieser Eintragung ins Vereinsregister. Das monatelange Warten hatte dann auch einige Makler verschreckt, die in der Zwischenzeit doch lieber die ein oder andere Immobilie an jemand anderen vermietet haben. Verständlich, aber damit fing die Suche dann wieder von Vorne an.

Die Immobiliensuche >>>

Wie meldet man einen Verein an?