
Seit letzter Woche hat sich in unserer Halle einiges getan. Und dabei hat sich eines grundlegend verändert; der Geruch. Es riecht nach Wald, nach Erde, nach Bauernhof. Und das ist nach dem monatelangen Baustellengeruch eine mehr als willkommene Abwechslung.
Der Grund dafür ist einfach: Wir haben die Erde für den Anbau gemischt und vorbereitet. Frische Erde mit biologischen Zusätzen für unser Living Soil. In unseren Beeten sollen die Pflanzen in lebendiger, biozertifizierter Erde wachsen, die wir über viele Jahre nutzen wollen. Und das nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit, sondern vor allem für die Qualität der Ernten. Wir düngen die Pflanzen nicht direkt, sondern pflegen das Bodenleben – Mikroorganismen, Nützlinge und Wurzeln arbeiten zusammen, während wir nur mit klarem Wasser gießen. Am Ende machen wir im Grunde das Gleiche wie ein gesunder Waldboden: Wir schaffen die Bedingungen, damit die Natur ihre Arbeit selbst erledigt.
Und entstanden ist tatsächlich ein wunderbar duftender, dampfender, dunkler Boden, der jetzt erstmal ein paar Tage in Säcken vor sich hin arbeiten darf, bevor er dann in die Beete kommt. Und schon nach wenigen Stunden haben die Mikroorganismen angefangen zu arbeiten. Die Erde ist angenehm warm und man kann den Mycelium förmlich beim Wachsen zusehen.
Wenn es bei uns noch Fragen und Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Anbauart gegeben hatte – Spätestens jetzt sind sie ausgeräumt.
AB/FB
